Mitgliederversammlung SVAT 2017: Co-Präsidium bestätigt

Mitgliederversammlung SVAT 2017: Co-Präsidium bestätigt

30.05.17

Myriam Reinhard-Ingold, Co-Präsidentin, begrüsste 47 Stimmberechtigte zur 27. Mitglie-derversammlung des SVAT im Hotel Arte in Olten. Diese wählte das Co-Präsidium für weitere drei Jahre.

Das Protokoll des letzten Jahres, die Jahresberichte und die Jahresrechnung 2016 wurden einstimmig verabschiedet. Die Mitgliederversammlung dankte dem Vorstand für seine im vergangenen Jahr geleistete Arbeit und nahm dessen Entlastung einstimmig an. Mit grossen Applaus bestätigt wurde die Wiederwahl des Co-Präsidiums: Es wird weitere drei Jahre von Myriam Reinhard-Ingold und Bernhard Umhang wahrgenommen. Die weiteren Vorstandsmitglieder befinden sich in einer laufenden Amtsperiode und mussten nicht bestätigt werden.

 

Was das Jahr 2017 noch bringt

Im Laufe des Jahres soll die Website auf Italienisch übersetzt werden, ebenso soll das Positionspapier abgeschlossen und publiziert werden.

Mit dem Rücktritt von Katharina Schaer-Oehen ist ein Vorstandsmitglied weniger tätig. Der Vorstand wird sich im Juni zur Klausur zurückziehen und die Neuverteilung der Verantwortlichkeiten klären. Es wird ein weiteres Vorstandsmitglied für die bisher von Katharina Schaer wahrgenommenen Aufgaben gesucht. Bereits klar ist, dass die Zuständigkeit für die Website neu von Manuela Roeker wahrgenommen wird. Als Bindeglied zur Redaktionskommission aktiv fungiert Myriam Reinhard.

 

Fortbildungsnachmittag mit Trauma-Therapeutin

Im Bildungsteil der Mitgliederversammlung stellte Gabriela Schiess-Meyer ihre Arbeit als Trauma-Therapeutin vor. Sie stellte ihr Referat unter den Titel «Trauma-orientiertes Arbeiten in der Aktivierungstherapie mit Klienten in Alters- und Behindertenheimen und in der Psychiatrie».

Traumatisierte Menschen haben auf körperlicher und/oder seelischer Ebne schwere Verletzungen erlitten. Sie fühlten sich in einer bestimmten Situation völlig hilflos, ohnmächtig und ausgeliefert. Durch ein solches Erlebnis geht das Vertrauen in die Umwelt und in die Menschen komplett verloren. Manchmal – und bei einer traumatischen Erfahrung ist es oft so – heilt die Zeit nicht alle Wunden, wie uns die Referentin erklärt. Ein Trauma kann immer wieder ausbrechen, wenn es nicht verarbeitet wurde. Oft geschieht dies über einen sinnlichen Reiz (Licht, Farbe, Geruch, Geräusch, Berührung …). In einem solchen Moment kann der/die Betroffene das Geschehen zeitlich nicht einordnen. Heute ist wie damals.

Wie können wir uns als Aktivierungsfachperson verhalten? Gabriela Schiess betonte die Wichtigkeit der zwischenmenschlichen Beziehungsgestaltung. Die Not des Betroffenen muss gesehen, wahrgenommen und verstanden werden, damit wir, z.B. auf basaler Ebene, Halt und Sicherheit vermitteln können.

Weitere interessante Informationen zum Thema können auf der Website der Referentin nachgelesen werden: www.traumaberatung-bern.ch